Liebe Physiotherapeut/innen
wir suchen zum nächstmöglichen
Zeitpunkt eure Unterstützung in
unserer Privatpraxis in Gross
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Was Dich erwartet:
Bringe dich gern in unser
neuen/alten Privatpraxis ein
mit abwechslungsreichem
Patientenklientel.
Wachse und gestalte mit uns
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Fortbildungsunterstützung
Faires Gehalt mit kleinen Extra...
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"Vor allem Patienten, deren rechte Gehirnhälfte geschädigt ist, leiden oft darunter, dass sie ihre linke Körperhälfte vernachlässigen", erklärt Georg Kerkhoff, Professor für Klinische Neuropsychologie und Leiter der Neuropsychologischen Universitätsambulanz an der Universität des Saarlandes. "Trotz neuer und wirksamerer Behandlungsverfahren sind die Heilungschancen immer noch ungünstig." Um diese Neglect-Patienten besser zu behandeln, haben die Saarbrücker Forscher nun ein neuartiges Therapie-Verfahren in einer Studie untersucht. Bei ihrer Methode regen die Psychologen das Gleichgewichtssystem mit schwachen elektrischen Impulsen an. Für diese sogenannte Galvanisch-Vestibuläre Stimulation (GVS) nutzen die Forscher kleine Elektroden, die hinter den Ohren der Patienten angebracht werden. "Bei diesem Verfahren gibt es keine Nebenwirkungen. Die Patienten spüren die Reize nicht einmal, da wir unterhalb der Wahrnehmungsschwelle stimulieren", erklärt Stefan Reinhart, promovierter Psychologe in Kerkhoffs Team.
An der Studie haben 24 Schlaganfall-Patienten teilgenommen. Fast die Hälfte von ihnen leidet an einem Neglect der linken Sicht- und Körperseite. Die Probanden mussten vier Aufgaben bewältigen, die besonders ihre visuell-räumlichen Fähigkeiten überprüft haben: die Teilnehmer mussten Zahlen auf einem Bildschirm oder einem Blatt Papier suchen, vorgegebene Bilder wie zum Beispiel ein Haus oder eine Uhr abzeichnen,
einen kurzen Text abschreiben und die Mitte einer horizontalen Linie finden und markieren. Die Neglect-Patienten haben die Aufgaben einmal während einer GVS-Behandlung und ein anderes Mal während einer Scheinstimulation bearbeitet. Dabei waren zwar die Elektroden angelegt, es floss jedoch kein Strom. Mit dieser Scheintherapie konnten die Forscher Placebo-Effekte ausschließen.
Im Ergebnis bewiesen die Saarbrücker Psychologen, dass sich eine GVS-Therapie positiv auf die visuell-räumlichen Fähigkeiten der Patienten auswirkt. "Während der Stimulation zeigten die Teilnehmer im Vergleich zur Scheinstimulation eine um 30 bis 50 Prozent verbesserte Leistung in den verschiedenen Aufgaben", freut sich Reinhart, "die Patienten konnten die vernachlässigte linke Seite wieder verstärkt wahrnehmen".
Damit könnten Therapeuten künftig Neglect-Patienten effektiv behandeln und ihnen helfen, wieder in ihrem Alltag zurechtzukommen.
NUR / physio.de
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