ID: REF401I
Vitos Weil-Lahn bildet gemeinsam
mit Vitos Herborn einen
Regionalverbund unter dem Dach des
Vitos Konzerns. Unsere Kernaufgabe
ist die Behandlung von Erwachsenen,
Kindern und Jugendlichen in
psychiatrischen, psychosomatischen
und somatischen Fachkliniken.
Unsere begleitenden psychiatrischen
Dienste betreuen Menschen mit
chronischen psychischen
Erkrankungen.
Für unser Therapiezentrum am
Standort in Hadamar suchen wir Dich
zum nächstmöglichen Zeitpunkt in
Voll- oder Teilzeit.
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Insgesamt beschreibt der Bericht eine zunehmend angespannte Lage am Ausbildungsmarkt. Zwar bleibt die Zahl der AusbildungsanfängerInnen stabil, doch immer mehr Betriebe finden keine BewerberInnen mehr. Gleichzeitig landen viele junge Menschen im sogenannten Übergangsbereich*, obwohl eigentlich Fachkräfte gesucht werden.
Gesundheitsberufe werden immer wichtiger
Der Bericht macht deutlich, dass die Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe inzwischen die „zweite Säule“** der Berufsausbildung bilden. Rund 192.700 Menschen begannen 2024 eine Ausbildung in diesem Bereich. Besonders die Pflege wächst weiter stark.
Interessant ist dabei: Der Bericht kritisiert selbst, dass diese Berufe oft noch verkürzt als „schulische Ausbildungen“ bezeichnet werden. Tatsächlich bestehen sie längst aus komplexen Praxis- und Theorieanteilen. Genau diese Diskussion kennen Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie seit Jahren. Denn obwohl die Therapieberufe systemrelevant sind, tauchen sie im politischen Fokus häufig nur am Rand auf.
Physiotherapie bleibt ein Engpassberuf
Vor allem die Physiotherapie bleibt vom Fachkräftemangel massiv betroffen. Der Bedarf steigt durch den demografischen Wandel weiter an. Gleichzeitig kämpfen viele Schulen und Praxen mit sinkenden Bewerberzahlen. Der Bericht verweist mehrfach auf strukturelle Probleme im Ausbildungssystem. Dazu gehören Ausbildungsabbrüche, unzureichende Berufsorientierung und soziale Hürden beim Zugang zur Ausbildung.
Gerade in der Physiotherapie kommt hinzu, dass die Ausbildung trotz Teilreformen weiterhin uneinheitlich organisiert ist. Die Schulgeldfreiheit hat zwar Entlastung gebracht, doch Fragen zur Akademisierung, Ausbildungsvergütung und langfristigen Finanzierung bleiben offen. Auch die hohe Belastung im Berufsalltag dürfte weiter eine Rolle spielen. Viele junge Menschen interessieren sich zwar grundsätzlich für Gesundheitsberufe, entscheiden sich am Ende aber gegen Therapieberufe – oft wegen Einkommen, Arbeitsbedingungen oder fehlender Entwicklungsperspektiven.
Ergotherapie und Logopädie mit ähnlichen Problemen
Ähnliche Entwicklungen zeigen sich in der Ergotherapie und Logopädie. Beide Berufe profitieren zwar von einer steigenden gesellschaftlichen Bedeutung. Themen wie neurologische Rehabilitation, Inklusion oder Sprachförderung gewinnen weiter an Relevanz. Trotzdem bleibt der Nachwuchs begrenzt. Viele Schulen berichten seit Jahren über Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Gleichzeitig steigt der Versorgungsbedarf kontinuierlich.
Hinzu kommt ein struktureller Aspekt: Die Berufe sind stark weiblich geprägt. Der Berufsbildungsbericht kritisiert ausdrücklich, dass geschlechtsspezifische Rollenbilder weiterhin großen Einfluss auf die Berufswahl haben. Männer wählen soziale und therapeutische Berufe deutlich seltener. Für die Heilmittelberufe ist das ein relevanter Punkt. Denn ein größerer BewerberInnenkreis könnte helfen, den Fachkräftemangel zumindest teilweise abzufedern.
Podologie gewinnt langsam an Bedeutung
Auch die Podologie bleibt ein kleiner, aber wachsender Gesundheitsberuf. Der steigende Anteil älterer und chronisch kranker Menschen erhöht den Bedarf deutlich. Besonders die Versorgung von Menschen mit Diabetes gewinnt weiter an Bedeutung. Gleichzeitig zeigt sich auch hier das Grundproblem vieler Gesundheitsfachberufe: hohe Verantwortung, begrenzte Bekanntheit und oft schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Viele Baustellen bleiben ungelöst
Der Berufsbildungsbericht macht deutlich, dass Deutschland den Fachkräftemangel in den Gesundheitsberufen noch längst nicht im Griff hat. Zwar gibt es Fortschritte bei Schulgeldfreiheit, Modernisierung und Berufsorientierung. Doch die großen Fragen bleiben offen. Wie lassen sich mehr junge Menschen für Therapieberufe gewinnen? Wie können Ausbildungen finanziell attraktiver werden? Und wie verhindert man, dass ausgebildete Fachkräfte den Beruf nach wenigen Jahren wieder verlassen?
Gerade die Heilmittelberufe zeigen exemplarisch, dass Versorgungssicherheit nicht allein von Ausbildungszahlen abhängt. Entscheidend ist auch, ob die Berufe langfristig attraktiv bleiben. Denn mehr Verantwortung, mehr PatientInnen und mehr Versorgungsbedarf helfen wenig, wenn gleichzeitig zu wenige Menschen bereit sind, diese Berufe dauerhaft auszuüben.
Der gesamte Berufsbildungsbericht 2026 steht hier zum Download bereit.
O.G. / physio.de
* Der Übergangsbereich umfasst Bildungsgänge zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung.Die Hauptziele des Übergangsbereichs sind:
Dies geschieht insbesondere durch folgende Maßnahmen: Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), einjährige Berufseinstiegsklassen, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) oder Einstiegsqualifizierungen (EQ).• Ausbildungsreife erlangen
• Schulabschlüsse nachholen
• Vorhandene Abschlüsse verbessern
• Ausbildungslosigkeit überbrücken
• Spracherwerb für Geflüchtete
• Gesellschaftliche Integration fördern
**Als "erste Säule" der Berufsausbildung in Deutschland wird die duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) gesehen.
Berufsbildungsbericht2026AusbildungFachkräftemangelPhysiotherapieErgotherapieLogopädie
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Problem beschreiben
Tanguera schrieb:
Und ni ht zu vergessen.... es gibt auch keine Lehrkräfte mehr.... Wenn PTs direkt nach dem Staatsexamen in der Praxis mehr verdienen, als eine Lehrkraft mit mehr als 2ü Jahren Berufserfahrung und Qualifikationen, dann hapert es auch da ganz besonders im System. Lehre ist unattraktiv, es sei denn, du bist im ÖD angestellt.
Gleichzeitig kann der Eventuelle Ausbilder zusätzliche Wissensvertiefung, weiteres Wissen und Techniken zusätzlich in Schulfreier Zeit in jeweiliger Praxis/ Einrichtung beibringen.
Stellt man sich vor das nach der Ausbildung das ganze noch weiter mit Zertifikatsausbildungen und jeweiligen Fortbildungen, welche am besten der junge Physio noch selbst bezahlt, gekrönt wird.
Sollte jemand auf einen Akademischen Grad wert legen, ist jedem ein Studium angebracht.
Diese Diskussionen über die Zukunft kann ich nicht mehr hören, ist es doch den Schwarzen Peter immer einem Anderen zuzuschieben. Nach dem Motto "Ich Wars Nicht"
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zuerst mal müsste man nach einer 3 jährigen Ausbildung wie in jedem Beruf voll einsatzfähig sein. Keine Fortbildungen um Kerstins nicht verschiebliche Wirbel zu manipulieren keine 4 Tage um dann keine Ahnung zu haben wie man Belastung im Gerätetraining steuert. Keine MLD. Kein Strom der hat so schön geprickelt in meine Bauchnabel. einfach mal allen Quatsch weglassen und alles nach aktueller Datenlage...
ups das gibts schon. nennt sich Studium.
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FoetorExOre schrieb:
also einfach mit den Inhalten von 1920 weiter machen?
zuerst mal müsste man nach einer 3 jährigen Ausbildung wie in jedem Beruf voll einsatzfähig sein. Keine Fortbildungen um Kerstins nicht verschiebliche Wirbel zu manipulieren keine 4 Tage um dann keine Ahnung zu haben wie man Belastung im Gerätetraining steuert. Keine MLD. Kein Strom der hat so schön geprickelt in meine Bauchnabel. einfach mal allen Quatsch weglassen und alles nach aktueller Datenlage...
ups das gibts schon. nennt sich Studium.
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mimikri schrieb:
@FoetorExOre ich hatte eine Bewerbung von einem studierten Physio, der trotz Studium eine Fortbildung bei Liebscher gemacht hat. So viel hat's in dem Fall dann wohl nicht gebracht.
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anika666 schrieb:
@FoetorExOre Wer braucht bitte Gerätetraining? Ich kann’s langsam echt nicht mehr hören. MLD hat ihre Berechtigung, genauso kann Strom sinnvoll sein. Die aktuelle Datenlage kann sich auch ändern, wenn man Fragestellungen zu Studien verändert. Es sind schon so viele Säue durchs Dorf getrieben worden. Ich warte ja auf das Revival der BGM. Trotzdem sollte die Ausbildung reformiert werden, keine Frage. Je individueller man auf Patienten eingehen kann, desto besser. Die Physio umfasst deutlich mehr, als Gerätetraining. Ich kenn wenige, die auch mal eine Entspannungstherapie mit ihren Patienten machen. Gehört aber eigentlich auch dazu.
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FoetorExOre schrieb:
@mimikri und ich hatte einen 60 jährigen der mir erklären wollte wie man faszien löst...
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Problem beschreiben
Sandalenmann schrieb:
Ich bin der Meinung man sollte erstmal einen Dualen Bildungsweg anstreben um Auszubildende mit einem Ausbildungsentgeld in den Beruf zu locken, Bzw. Eltern zu Entlasten. Weiterhin ist es in jedem anderen Ausbildungsberuf doch Ähnlich, Vorteil man Zahlt schon viel früher in Sozialsysteme und die Jugend verdient schon mal etwas. ( gibt es bei Physios nicht)
Gleichzeitig kann der Eventuelle Ausbilder zusätzliche Wissensvertiefung, weiteres Wissen und Techniken zusätzlich in Schulfreier Zeit in jeweiliger Praxis/ Einrichtung beibringen.
Stellt man sich vor das nach der Ausbildung das ganze noch weiter mit Zertifikatsausbildungen und jeweiligen Fortbildungen, welche am besten der junge Physio noch selbst bezahlt, gekrönt wird.
Sollte jemand auf einen Akademischen Grad wert legen, ist jedem ein Studium angebracht.
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