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Bundespräventionsgesetz mit bayerischen Korrekturen
Potential der Kurorte und Heilbäder soll gestärkt werden.
24.02.2015 • 0 Kommentare

"Mia san mia", dieses Motto gilt nicht für den FC Bayern München, sondern auch für das gesamte Bundesland im Südosten Deutschlands. Insofern verwundert es nicht, wenn die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml Korrekturen am Entwurf des Bundespräventionsgesetzes fordert. Huml: "Es ist zwar ein richtiges Ziel, die Prävention etwa in Schulen und Betrieben zu stärken. Aber es gibt aus bayerischer Sicht noch Verbesserungsbedarf beim derzeitigen Gesetzesentwurf. So darf den Krankenkassen nicht die alleinige Last im Präventionsbereich aufgebürdet werden."

Außerdem betonte die Ministerin: "Gesundheitsförderung und Prävention sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Daher müssen alle Sozialversicherungsträger sowie der Staat beteiligt werden. Wichtig ist zudem, das Potential der Kurorte und Heilbäder stärker zu nutzen. Bayern wird nicht locker lassen, sondern sich weiter für diese Ziele einsetzen." Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft seien ausreichend Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention enorm wichtig. Ziel müsse es deshalb sein, die Gesundheit und damit auch die Lebensqualität im Alter so gut wie möglich zu erhalten, stellte Huml klar. Deshalb fördert Bayern im Rahmen der Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern" zahlreiche Modellprojekte mit jährlich über drei Millionen Euro.

Die Ministerin verwies darauf, dass derzeit ein bayerischer Präventionsplan erarbeitet wird. Sie betonte: "Für die Bayerische Staatsregierung sind Gesundheitsförderung und Prävention Herzensanliegen. Volkskrankheiten kann durch geeignete Maßnahmen wirksam vorgebeugt werden." Ein bereits bewährter Baustein des Präventionsplans sei die jährliche Schwerpunktkampagne. In diesem Jahr geht es dabei um Kindergesundheit. Ziel sei es, möglichst früh die Weichen für ein gesundes Leben zu stellen. Huml: "Wir wollen Kinder, Jugendliche, deren Familien und das weitere Umfeld zu einer gesundheitsförderlichen Lebensweise motivieren."

Zum Auftakt der diesjährigen Kampagne wird das Bayerische Gesundheitsministerium Mitte Juni einen bayerischen Kindergesundheitsbericht veröffentlichen. Darüber hinaus ist ein Kindergesundheitsforum mit verschiedenen Fachvorträgen und Diskussionen geplant.

NUR / physio.de

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