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Ein Bett für die Prinzessin auf der Erbse
Neuer Kunststoff lässt Objekte "spürlos" verschwinden.
24.07.2014 • 0 Kommentare

Eine gute Nachricht für die Dekubitus-Prophylaxe: Werkstoffforscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben einen besonderen Kunststoff entwickelt, der die Kontur jedes noch so harten Objekts verschwinden lässt. Der Werkstoff verformt sich zwar, wenn man mit einem Finger auf die Oberseite drückt, die Form des Gegenstandes lässt sich aber weder ertasten noch erfühlen. Wie im Märchen, als wäre das Objekt gar nicht vorhanden. Eine Prinzessin kann damit also nicht mehr ermittelt werden und Wundliegen sollte dann ebenfalls viel seltener vorkommen.

Neben der Herstellung von Dekubitusmatratzen, könnte der Werkstoff auch als Verkleidung zum Schutz zerbrechlicher Gegenstände eingesetzt werden. Denkbar sind auch leichte Campingmatratzen und Teppiche, die darunterliegende Kabel und Rohre sicht- und fühlbar verschwinden lassen.

Das Material hat einen gitterförmigen Aufbau und besteht aus nadelförmigen Polymerstegen, deren Spitzen unter bestimmten Winkeln zusammentreffen. Hergestellt wird der Stoff, indem kurze Laserimpulse einen flüssigen Fotolack aus dem Polymer belichten, der an jenen Stellen aushärtet, an dem der Strahl auftrifft. Der Computer verleiht dann die gewünschten mechanischen Eigenschaften, die das Material zur haptilen Tarnkappe werden lassen. Die Größe der Kontaktpunkte und die Winkel sind so ausgelegt worden, dass beim Drücken die mechanischen Kräfte um das zu schützende Objekt herumgeleitet werden.

Ul.Ma / physio.de

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