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Fischer: Gesundheitswesen muss sich stärker im Internet engagieren
12.10.2000 • 0 Kommentare

Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer(Grüne) fordert von den Akteuren im Gesundheitswesen ein stärkeres Engagement im Internet. Krankenkassen und andere Einrichtungen müssten sich dieses Bereiches noch stärker annehmen, betonte Fischer auf dem Parteitag der baden-württembergischen Grünen am Freitagabend in Schwäbisch Gmünd. Sie verwies dabei auf Studien, wonach Informationen über Gesundheitsthemen im Internet am meisten nachgefragt würden. Die klassischen Akteure müssten sich dieser Entwicklung anpassen und dürften dies nicht allein privaten Anbietern oder Vereinen überlassen.

Der Ministerin zufolge wird das Internet das Verhältnis zwischen Patienten, Ärzten und Krankenkassen von Grund auf ändern. Das Internet sei keine Modeerscheinung, sondern "mit der Erfindung des Buchdrucks" vergleichbar. Fischer forderte auch, bei verschiedenen Behandlungen von Patienten die Daten auf elektronischem Wege zusammenzuführen. Das von Gegnern erhobene Argument des Datenschutzes gelte dabei nicht. Zwar müsse der Datenschutz "höchste Priorität" haben. Es gebe heute jedoch genügend Möglichkeiten zur Verschlüsselung, um Datenmissbrauch zu verhindern.

Fischer forderte zudem die Apotheker dazu auf, ebenfalls verstärkt Angebote im Internet zu unterbreiten. So könnte "Scharlatanen" im Internet der Wind aus den Segeln genommen werden. Die Möglichkeit des Medikamentenhandels im Internet berge derzeit große Gefahren für den Verbraucher. Verbote seien jedoch schwer durchzusetzen.

Quelle: ddp

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