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Blick in die Zukunft
Gesundheitsberufekonferenz der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Berlin
Kontrollverlust im Gesundheitswesen?
10.02.2026 • 3 Kommentare
Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik, moderierte das Panel mit. Dr. Klapper (BMC), Oliver Manske (Gesundheits für Billstedt/Horn) und Manuele Pintarelli-Rauschenbach (SHV) zum Thema interprof. Zusammenarbeit
Foto: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen/ Aya Schamoni • Lizenz: CC-BY •
Die Botschaft aus Berlin war unmissverständlich: Das Gesundheitswesen steht unter massivem Veränderungsdruck – und riskiert, von außen neu definiert zu werden. Auf der Gesundheitsberufekonferenz der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen Mitte Dezember in Berlin zeichnete Professor Ferdinand Gerlach von der Goethe-Universität Frankfurt ein Szenario, das viele TeilnehmerInnen gleichermaßen beunruhigte wie wachrüttelte.

Der Titel seines Vortrags lautete: „Gesundheitsversorgung 2040 - jetzt die Weichen für die Zukunft stellen“. Während Gesundheitsberufe in Deutschland weiter in berufsrechtlichen Silos verharren und Reformen stocken, drängen Tech-Giganten mit enormer Geschwindigkeit in die Versorgung.

Tech-Giganten nutzen die Schwächen des Systems
Gerlach machte deutlich, warum Unternehmen wie Amazon das Gesundheitswesen als attraktiven Markt betrachten. Ambulantisierung und Digitalisierung seien hierzulande verschlafen worden. Ineffiziente Strukturen, fragmentierte Versorgung und langsame Prozesse wirkten aus Sicht der Plattformökonomie wie eine Einladung.

In den USA organisiere Amazon Versorgung bereits plattformbasiert – jederzeit und überall. Arztkontakte, Diagnostik, Pharmazie und Steuerung der PatientInnen würden dabei vertikal integriert, die gesamte Patient Journey digital abgebildet. Dass rund 17 Millionen Haushalte in Deutschland Amazon-Prime nutzen, verleiht solchen Plänen zusätzlich Gewicht. Amazon setze nicht auf Einzelangebote, sondern auf die Bündelung ganzer Versorgungsketten.

Mit dem Kauf der One-Medical-Gruppe samt 182 Hausarztpraxen sei das Unternehmen in den USA auch in den physischen Versorgungsmarkt eingestiegen. Diese Entwicklung werde durch eine global vernetzte digitale Infrastruktur gestützt. Gerlach warnte: Wer glaubt, diese Dynamik bleibe auf die USA beschränkt, unterschätzt ihre Reichweite.

Auch Deutschland ist längst Teil der Disruption
Beispiele aus Israel und Deutschland unterstrichen die Warnung. In Israel laufen bereits rund 20 Prozent der hausärztlichen Kontakte über telemedizinische Systeme wie Tytocare, inklusive digitalem Stethoskop und Otoskop. Krankenkassen fördern diese Nutzung aktiv.

In Deutschland wiederum investieren Akteure wie Otto, dm oder Kaufland in Telemedizin, Diagnostik und neue Versorgungsmodelle. Künstliche Intelligenz werde diese Entwicklung weiter beschleunigen – auch zulasten klassischer Arzt-Patienten-Kontakte. Das zukünftige Prinzip, so Gerlach, laute klar: präventiv vor digital vor ambulant vor stationär. Abwarten sei keine Option. Die Weichen würden jetzt gestellt.

Physiotherapie zwischen Chancen und strukturellen Blockaden
Gerade für Heilmittelerbringer wie PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und LogopädInnen eröffnen diese Entwicklungen Chancen – aber nur, wenn Strukturen sich ändern. Auf der Konferenz wurde deutlich, wie unzureichend die interprofessionelle Zusammenarbeit aktuell organisiert ist.

Manuela Pintarelli-Rauschenbach vom Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) beschrieb einen Alltag, in dem Kooperation zwar gefordert, aber nicht vergütet wird. Austausch mit anderen Gesundheitsberufen findet außerhalb bezahlter Zeit statt, Konsile sind rechtlich möglich, praktisch aber finanziell nicht hinterlegt.

Hinzu kommt: In der elektronischen Patientenakte dürfen Heilmittelerbringer bislang nur lesen, nicht schreiben. Für eine zukunftsfähige Versorgung ist das ein strukturelles Hindernis. Gerade in der Physiotherapie, die zunehmend chronisch kranke PatientInnen begleitet, wäre echte interprofessionelle Einbindung zentral.

Komplexe PatientInnen brauchen Teams, keine Abgrenzung
Oliver Manske vom Gesundheitskiosk Hamburg brachte es auf den Punkt: PatientInnen bringen medizinische, soziale und mentale Probleme mit – Komplexität lasse sich nicht monoprofessionell lösen. Nötig seien mehr Autonomie für Gesundheitsfachberufe, gegenseitiges Vertrauen und ein Kulturwandel. Gelinge das, entstünden Entlastung, bessere Qualität und attraktivere Berufsbilder.

Doch dafür fehlt bislang die Grundlage. Alte Berufsgesetze, fehlende gemeinsame Sprache und getrennte Ausbildungswege verhindern Interprofessionalität. Zwar gibt es einzelne Leuchttürme gemeinsamer Ausbildung, etwa in Heidelberg, doch flächendeckend bleibt die Trennung bestehen.

Gestalten oder gestaltet werden
Der rote Faden der Konferenz war klar: Wenn Gesundheitsberufe ihre Zusammenarbeit nicht selbst neu organisieren, werden andere es tun. Plattformen, Geschäftsmodelle und Algorithmen warten nicht auf berufsrechtliche Klärungen. Für die Physiotherapie bedeutet das: mehr Selbstbewusstsein, mehr Vernetzung und politischer Druck für moderne Berufsrechte.

Oder, wie es Bernadette Klapper (Bundesverband Managed Care, BMC) formulierte: Wer nicht selbst gestaltet, wird gestaltet. Ferdinand Gerlach zeigte sich trotz aller Warnungen optimistisch. Die Transformation sei gestaltbar – wenn Politik, Professionen und Strukturen endlich in Bewegung kommen.

O.G. / physio.de

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Andreas Bock
Vor 2 Monaten
Hier fordert ein Professor mehr Prävention, dann bringt man die Menschen über die KGG an die medizinische Fitnessbranche, um sie dauerhaft von der Besserung durch Bewegung zu überzeugen, Ihnen anhand der Körperselbsterfahrung ihnenen Möglichkeiten aufzuzeigen und dann geht die Krankenkasse in Regress. Findet einer unseren Fehler im System?
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Hier fordert ein Professor mehr Prävention, dann bringt man die Menschen über die KGG an die medizinische Fitnessbranche, um sie dauerhaft von der Besserung durch Bewegung zu überzeugen, Ihnen anhand der Körperselbsterfahrung ihnenen Möglichkeiten aufzuzeigen und dann geht die Krankenkasse in Regress. Findet einer unseren Fehler im System?
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Andreas Bock schrieb:

Hier fordert ein Professor mehr Prävention, dann bringt man die Menschen über die KGG an die medizinische Fitnessbranche, um sie dauerhaft von der Besserung durch Bewegung zu überzeugen, Ihnen anhand der Körperselbsterfahrung ihnenen Möglichkeiten aufzuzeigen und dann geht die Krankenkasse in Regress. Findet einer unseren Fehler im System?

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Teilzeit-Leser
Vor 2 Monaten
Unabhängig davon, was ich von den Entwicklungen halte: finde es immer "nett", wenn Parteien, die bis vor kurzen in Regierungsverantwortung waren, uns erzählen, was alles verschlafen wurde und längst angegangen hätte werden müssen.
(was für eine schöne Zeitform...Deutsch ist super. Das nur in Klammern).
Das betrifft nicht nur die Grünen, diese Krankheit haben alle Parteien. Kaum raus aus der Regierungsverantwortung wissen sie plötzlich wo es lang geht.
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Unabhängig davon, was ich von den Entwicklungen halte: finde es immer "nett", wenn Parteien, die bis vor kurzen in Regierungsverantwortung waren, uns erzählen, was alles verschlafen wurde und längst angegangen hätte werden müssen. (was für eine schöne Zeitform...Deutsch ist super. Das nur in Klammern). Das betrifft nicht nur die Grünen, diese Krankheit haben alle Parteien. Kaum raus aus der Regierungsverantwortung wissen sie plötzlich wo es lang geht.
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Papa Alpaka
Vor 2 Monaten
Du unterschlägst, dass ‼️dIe GrÜnEn‼️ gegen die "wir klagen unsere eigenen Werkzeuge weg"-CDU und die Feldschlacht-gegen-Deutschland-Partei arbeiten mussten während Zar Putin den Krieg zurück nach Europa gebracht hat und der französische nukulare Flatterstrom besonders ergiebig flatterte. Die Richtlinienkompetenz Gesundheitspolitik lag währenddessen bei der Umfaller-SPD.
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Papa Alpaka schrieb:

Du unterschlägst, dass ‼️dIe GrÜnEn‼️ gegen die "wir klagen unsere eigenen Werkzeuge weg"-CDU und die Feldschlacht-gegen-Deutschland-Partei arbeiten mussten während Zar Putin den Krieg zurück nach Europa gebracht hat und der französische nukulare Flatterstrom besonders ergiebig flatterte. Die Richtlinienkompetenz Gesundheitspolitik lag währenddessen bei der Umfaller-SPD.

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Teilzeit-Leser schrieb:

Unabhängig davon, was ich von den Entwicklungen halte: finde es immer "nett", wenn Parteien, die bis vor kurzen in Regierungsverantwortung waren, uns erzählen, was alles verschlafen wurde und längst angegangen hätte werden müssen.
(was für eine schöne Zeitform...Deutsch ist super. Das nur in Klammern).
Das betrifft nicht nur die Grünen, diese Krankheit haben alle Parteien. Kaum raus aus der Regierungsverantwortung wissen sie plötzlich wo es lang geht.



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