Staatlich geprüfter
Physiotherapeutin (m/w/d) mit
Perspektive auf Teilhaberschaft als
Gesellschafter*in.
Für unsere moderne
physiotherapeutische Praxis suchen
wir eine erfahrene und fachlich
hervorragend qualifizierte
Persönlichkeit, die nicht nur
therapeutisch auf höchstem Niveau
arbeitet, sondern perspektivisch
unternehmerisch mitgestalten
möchte.
Ihre Perspektive
Nach erfolgreicher Einarbeitung und
einer gemeinsam definierten Karenz-
bzw. Entwicklungszeit bieten wir
die Möglichkeit z...
Physiotherapeutin (m/w/d) mit
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Die durchschnittliche Physiotherapiepraxis
Schnelle Fakten aus dem Bericht:
• 187.000 TherapeutInnen arbeiten im ambulanten Setting, was 128.000 bis 129.000 Vollzeitäquivalenten entspricht.
• Eine durchschnittliche deutsche Physiotherapiepraxis versorgt zirka 1.900 Menschen.
• Auf 450 Einwohner Deutschlands kommt ein Physiotherapeut/eine Physiotherapeutin.
• Pro Praxis arbeiten 5,7 therapeutische Angestellte in Voll- und Teilzeit (inklusive Leitung).
• 75 Prozent dieser Angestellten sind weiblich.
• Der Rohertrag pro TherapeutIn liegt bei 57.000 Euro jährlich.
Ein Milliardenmarkt
Wer einen Kredit für eine Praxis erhalten möchte, scheint bei der Sparkasse gute Karten zu haben. Sie sieht in der Physiotherapie einen Milliardenmarkt: 14 Milliarden Euro setzte die Branche im Jahr 2024 um, wovon 10,5 Milliarden Euro aus den gesetzlichen und zwei Milliarden Euro von den privaten Krankenversicherungen stammen. Der Rest kommt aus dem „sekundären Gesundheitsmarkt“, also aus Wellness oder Fitnessangeboten.
Seit 2018 entwickelt sich der Umsatz stärker als das Bruttoinlandsprodukt, was auf den Wegfall der Grundlohnsummenbindung und der dringend benötigten Reformen im Rahmen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) zurückzuführen ist. (Man möchte an dieser Stelle einmal herzlich „Danke!“ rufen). Lob gibt es auch an die Politik, deren Ziel mit dem TSVG nun einmal war, die Situation bei den PhysiotherapeutInnen zu verbessern: Das sei gelungen. In den letzten zwei Jahren gaben die Praxen über 55 Prozent ihres Umsatzes für Personal aus – so viel wie noch nie. Der Bericht sieht hier (im Gegensatz zu Vertretern der GKV) ein klares Zeichen, dass die Honorarerhöhungen im erheblichen Maße an die Angestellten weitergegeben werden.
Der Mehrumsatz der Praxen resultiert vor allem aus den Honorarerhöhungen, denn die Verordnungsmenge ist seit der Pandemie sogar leicht geschrumpft. Trotz alternder Bevölkerung wurden 2024 32,5 Millionen Verordnungen ausgestellt – 2019 waren es noch 33 Millionen.
Kleine Praxen haben es schwer
Wer eine erfolgreiche Physiotherapiepraxis betreiben will, sollte nicht zu klein denken. Praxen mit einem Jahresumsatz unter 250.000 Euro sind nach Zahlen des Branchenreports wenig rentabel, denn ihre Marge rutschte in den einstelligen Bereich. Hohe Personalausgaben, steigende Mieten, Nebenkosten, Dienstleister und natürlich die Inflation – wer diesen Kosten begegnen will, benötigt bei den derzeitigen Geschäftsmargen eine gewisse „Menge“. „Mittelgroße“ Praxen seien hier besonders effizient. Mit einer „Marktbereinigung“ sei zu rechnen, „da insbesondere kleinere oder unwirtschaftlich agierende Praxen den Markt verlassen werden.“ Der Bericht rechnet damit, dass Kettenbildung und investorengetragene Praxen in der Physiotherapie künftig zunehmen werden. Der Markt ist bislang stark fragmentiert und von Einzelpraxen geprägt, gleichzeitig wird es für ältere Praxisinhaber schwieriger, geeignete Nachfolger zu finden. Investoren, etwa Gesundheits- oder Immobilienfonds, übernehmen deshalb bestehende Praxen oder kleinere Ketten oder stellen fertig ausgestattete Praxisinfrastrukturen bereit.
Was ist in Sachsen los?
Der Ländervergleich nennt Zahlen, die bei Verhandlungen alles andere als unterstützend wirken, denn hier herrschen gravierende Unterschiede. In Sachsen werden knapp 5,6 physiotherapeutische Behandlungen je Versicherten und Jahr zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht. In Westfalen-Lippe sind es dagegen nur 2,5, in Hessen 2,8. Sachsen liegt damit bei der Behandlungsmenge mehr als doppelt so hoch wie einige westdeutsche Regionen. Auch beim Umsatz je Versicherten ist Sachsen Spitzenreiter: Die Spannweite reicht laut Bericht von 185 € je Versicherten in Sachsen bis 92 € in Hessen. Selbst nach Berücksichtigung von Alter, Demografie, Morbidität und strukturellen Faktoren bleiben große regionale Unterschiede bestehen. Der Bericht selbst nennt mehrere Erklärungsansätze, bleibt aber vorsichtig. In den ostdeutschen Bundesländern gebe es mehr Praxen je Einwohner; die Versorgung in Sachsen sei etwa doppelt so hoch wie in Hamburg. Auch von einer „geschichtlich ausgeprägten Kur- und Bädertradition“ ist die Rede.
Auf Platz 2 der GKV-Ausgaben liegt Sachsen-Anhalt mit 4,9 Behandlungen und 164 Euro pro Versicherten; Platz drei belegt Mecklenburg-Vorpommern mit 4,8 Behandlungen und 161 Euro pro Versicherten.
Der Bundesdurchschnitt liegt bei 3,6 Behandlungen und 125 Euro pro Versicherten, was in etwa den Ausgaben Baden-Württembergs entspricht.
2026 nicht im Blick – Ein Kommentar des Autors
Der Bericht datiert auf den 23.07.2025. Derzeit diskutierte „Reformen“, wie die Wiedereinführung der Grundlohnsummenbindung spielten hier noch keine Rolle, entsprechend optimistisch beurteilte die Sparkasse die Branche. Dabei wird in dem Bericht genau das benannt, was das Problem bei einer Einführung dieser Grundlohnsummenbindung mit sich bringen würde. Steigende Kosten für Miete, Nebenkosten, Dienstleister (IT!), Geräte, Material (und vieles mehr) richten sich nicht nach der Lohnentwicklung in Deutschland und führen zu sinkenden Margen in der Physiotherapie – Jahr für Jahr. Das hatten wir alles schon einmal, die Branche stand vor dem Abgrund.
Dabei befinden sich im Branchenreport auch Stellschrauben, an denen ernst gemeinte Reformen drehen könnten. Warum sind die Ausgaben in den Bundesländern so unterschiedlich? Das ließe sich untersuchen, um klarzustellen, wer kosteneffizienter arbeitet. Ein Therapeut pro 450 Einwohner ist ein deutlicher Anstieg innerhalb der letzten zehn Jahre – da kam ein Therapeut auf 500 Einwohner. Damit liegt die TherapeutInnen-Dichte hierzulande weit über dem EU-Durchschnitt von 732 Einwohnern pro TherapeutIn (Quelle) – in Großbritannien sind es sogar 1.019. Ist das mit der älteren Bevölkerung in Deutschland zu rechtfertigen?
Echte Reformen entstehen nicht, indem man Geld in Branchen wirft oder es ihnen wegnimmt, insbesondere im durchregulierten Gesundheitssystem. Am Ende zeigt der Sparkassenbericht nämlich auch: Wer Kredite will, der braucht Umsätze. Wer da das Berufsethos an die Seite legt, um mehr Geld umzusetzen, macht eigentlich alles regelkonform – „Don’t hate the player, hate the game.“ (Da PhysiotherapeutInnen eher gefällig sind, geschieht meist nicht einmal das).
Steuerungsmaßnahmen, die effiziente Therapie belohnen, fehlen oder werden gestrichen (wie etwa die Pauschale in der Blankoverordnung, die den Stundenumsatz massiv nach oben bringt, wenn man einen Patienten nach drei Behandlungen in die Eigenständigkeit entlässt). Hausbesuche benötigen (noch einmal vom Bundestag bestätigt) weiterhin den Rattenschwanz einer zugelassenen Praxis im Hintergrund, und über die wirtschaftliche Unsinnigkeit von (eigentlich durchaus sinnvollen) Gruppentherapien, müssen wir an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.
Hier könnte es noch endlos weitergehen, über nicht im Heilmittelkatalog vorgesehene komplexe Entstauungstherapie (vs. jahrelang dauerhaft durchgeführter manueller Lymphdrainage), überproportional vergütete ergänzende Heilmittel (eine Wärmflasche oder Eis hat jeder Mensch auch zu Hause) oder der zwingenden räumlichen Trennung von Therapie und Selbstzahler-Angeboten (ja sollen die Leute denn dazu animiert werden, selber zu zahlen oder dann doch nicht?).
Der Sparkassenreport unterfüttert ziemlich gut die gefühlte Wahrheit der TherapeutInnen in den deutschen Praxen mit belegbaren Zahlen. Für neutrale Entscheider besteht also die Möglichkeit, einen ordentlichen Überblick zu erhalten, um Weichen für die Zukunft zu stellen, denn 2025 hieß es: Die Branche lebt! 2026 muss man fragen: Wie lange noch?
Daniel Bombien / physio.de
PS: Den Sparkassenreport käuflich erwerben können Sie hier.
BerichtKalkulationSachsenUmsatz
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mogli123 schrieb:
Sehr interessant 👍
Im Prinzip wissen wir seit Jahren, dass eine Praxisorganisation mit Papierplaner nicht mehr zeitgemäß ist. Trotzdem arbeiten noch 25% der Praxen so.
Wir wissen außerdem, wie nicht vertragskonformes Verhalten der Branche aber insbesondere der Praxisorganisation schadet. Seit die Kassen hier mehr Druck machen, sinkt auch die Marge.
Zusätzlich wird immer noch sehr viel Leistung an die Krankenkassen in Form von 20/25/30 min Arbeitstakt verschenkt.
Sehr viel Probleme sind hausgemacht und haben nichts mit der Blankoverordnung o.ä. zu tun.
Das nun entstehende Problem entfaltet sein Sprengkraft durch die Geschwindigkeit, mit der der Prozess ablaufen wird.
Viele Praxen werden vor die Wand fahren, weil sie in den vergangenen Jahren den nachlassenden Druck nicht zu Reformen genutzt haben.
Wir sehen seit 2 Jahren einen deutlichen Verfall bei den Praxiswerten und dem Erlös beim Verkauf der Praxis.
Das war schon vor der Ankündigung der Gesundheitsreform ein Warnsignal.
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Schippi schrieb:
Du bist einer der alles nur noch digitalisieren möchte!
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Unsichtbar schrieb:
@Schippi Steht doch da. Der Fachkräftemangel ohne weitere Effizienzsteigerungen ( Arbeitsverdichtung ) führt zu Wertverlust beim Verkauf.
Unsere Meinung ist doch in dem Branchenprozess völlig egal, weil er bereits abläuft. Ich ziehe daraus meine Schlüsse und agiere als Unternehmer entsprechend.
Und wenn ich nervige Verwaltungsprozesse digitalisieren und automatisieren kann, mache ich das sofort.
Wir wenden konsentierte 7,5 min je Behandlung für Verwaltung und Bürokratie auf.
Neben einer irren Menge Geld frisst das Zeit und Nerven.
Wenn ich mich in meinem Laden zu 100% um die Therapie und die Versorgung kümmern könnte, wäre das Leben deutlich leichter und entspannter.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Schippi Und das ist jetzt ein Argument wogegen genau?
Unsere Meinung ist doch in dem Branchenprozess völlig egal, weil er bereits abläuft. Ich ziehe daraus meine Schlüsse und agiere als Unternehmer entsprechend.
Und wenn ich nervige Verwaltungsprozesse digitalisieren und automatisieren kann, mache ich das sofort.
Wir wenden konsentierte 7,5 min je Behandlung für Verwaltung und Bürokratie auf.
Neben einer irren Menge Geld frisst das Zeit und Nerven.
Wenn ich mich in meinem Laden zu 100% um die Therapie und die Versorgung kümmern könnte, wäre das Leben deutlich leichter und entspannter.
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Schippi schrieb:
@Jens Uhlhorn was machst du in 7,5 min an Verwaltung????
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Dorsovolar schrieb:
@Schippi Dir ist von Dokumentationspflicht, Terminvergabe nebst Änderung sowie Erstellung von Zuzahlungsrechnungen, Unterschrift einholen inklusive Verordnung suchen, dazu taxieren und abrechnen sowie einigen anderen Kleinigkeiten zu Ohren gekommen?
Wir werden weiter bewarkt, beschmidtet und belauterbacht.
Siehe Pflege"reform":
Es ist gar nicht das Ziel eine Reform zu machen die nachhaltig ist.
Diese Regierung verliert sich in Kürzungsorgien zu Lasten der Versicherten und Beitragszahler, was unter dem Deckmantel "Reform" verkauft wird. Man wundert sich über die Zunahme der Protestwähler, aber ist selbst dafür verantwortlich.
Die weitgehend einseitigen Kürzungsorgien der GKV sind dafür ein Paradebeispiel. Letztlich hat die Regierung die GKV bewusst unterfinanziert, um jetzt Kürzungen durchzudrücken. Die Lauterbach-Klinikreform mit 25 Mrd. war nur die Sturzflut, die das System kollabieren lässt, aber allein die 13 Mrd. jährlich für die Bürgergeld-Krankenversicherungen wälzt der Staat einfach auf die GKV ab.
Das muss man sich mal vorstellen... allein die 700.000 Ukrainer im Bürgergeld kosten den GKV-Beitragszahler ca. 3 Mrd. jährlich. Der Staat müsste diese Kosten selbst tragen, denn er hat entschieden die Ukrainer sofort ins System zu lassen.
Dies ist nur EIN Beispiel, aber wir Physios könnten die Liste endlos machen.
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helmingas schrieb:
Wir sollen keine Reform bekommen.
Wir werden weiter bewarkt, beschmidtet und belauterbacht.
Siehe Pflege"reform":
Es ist gar nicht das Ziel eine Reform zu machen die nachhaltig ist.
Diese Regierung verliert sich in Kürzungsorgien zu Lasten der Versicherten und Beitragszahler, was unter dem Deckmantel "Reform" verkauft wird. Man wundert sich über die Zunahme der Protestwähler, aber ist selbst dafür verantwortlich.
Die weitgehend einseitigen Kürzungsorgien der GKV sind dafür ein Paradebeispiel. Letztlich hat die Regierung die GKV bewusst unterfinanziert, um jetzt Kürzungen durchzudrücken. Die Lauterbach-Klinikreform mit 25 Mrd. war nur die Sturzflut, die das System kollabieren lässt, aber allein die 13 Mrd. jährlich für die Bürgergeld-Krankenversicherungen wälzt der Staat einfach auf die GKV ab.
Das muss man sich mal vorstellen... allein die 700.000 Ukrainer im Bürgergeld kosten den GKV-Beitragszahler ca. 3 Mrd. jährlich. Der Staat müsste diese Kosten selbst tragen, denn er hat entschieden die Ukrainer sofort ins System zu lassen.
Dies ist nur EIN Beispiel, aber wir Physios könnten die Liste endlos machen.
Wenn man alles einbezieht, kommt man auf den Wert. Es geht ja nicht nur um Terminvergabe, sondern auch um die Nebenpflichten des Praxisbetriebes.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Schippi Das sind die Werte, die die Krankenkassen selbst annehmen für die Berechnung.
Wenn man alles einbezieht, kommt man auf den Wert. Es geht ja nicht nur um Terminvergabe, sondern auch um die Nebenpflichten des Praxisbetriebes.
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Schippi schrieb:
@Jens Uhlhorn okay,woher hast du diese Info das die KK von diesen Werten ausgeht,kann man das nachlesen!was sind denn nebenpflichten des Betriebes bei der Behandlung??
Eine Nebenpflicht ist beispielsweise der Einzug der Zuzahlung oder die technische Zulassung der Geräte oder die Schulung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Datenschutz etc.pp.
Das alles Leistungen, die Du erbringen musst, wenn Du eine Praxis führst.
7,5 min je Behandlung eben.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Schippi Das war Bestandteil des Schiedsurteils 2021 (2022?).
Eine Nebenpflicht ist beispielsweise der Einzug der Zuzahlung oder die technische Zulassung der Geräte oder die Schulung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Datenschutz etc.pp.
Das alles Leistungen, die Du erbringen musst, wenn Du eine Praxis führst.
7,5 min je Behandlung eben.
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Unsichtbar schrieb:
@Schippi Vor vier Jahren wurde von den Verbänden die neue Leistungsbeschreibung in letzter Sekunde abgelehnt. Darin war für Vor- und Nachbereitung und Dokumentation ( ich nenne das einfach Therapienebentätigkeiten ) rechnerisch 7,5 Minuten vorgesehen. Natürlich werden diese Tätigkeiten von den Therapeutinnen ausgeführt. Die Therapiezeit für KG/MT sollte mit 20 Minuten +/- 10% definiert werden. Dazu dann die 7,5 Minuten für die Regelleistungszeit.
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Schippi schrieb:
@Jens Uhlhorn doch nicht solche nebenpflichten während der Behandlungszeit(Einweisung von Personal zb)!bin ich froh über meine Einzelpraxis und 20 min therapiezeit für den Patienten
Damit ist nicht gesagt, dass Du bei JEDER Behandlungseinheit noch 7,5min mit Verwaltung verbringst.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Schippi Es geht darum, welche Verwaltungszeiten in einer Praxis insgesamt entstehen. Diese legt man dann auf die einzelne Behandlungseinheit um, damit man die Zeiteinheiten vergleichen und bereisen kann.
Damit ist nicht gesagt, dass Du bei JEDER Behandlungseinheit noch 7,5min mit Verwaltung verbringst.
Das Glasfaser verläuft vor der Tür, aber die Stadtwerke schließen keine Einzelpersonen an, die Hausverwaltung lässt alle Altmieter über Kupfer laufen und da es für Gewerbe keine Pflicht gibt, bewegen sich auch Telekom und Eigentümer nicht.
Ich kann garnicht digitalisiert werden, das ist faktisch nicht möglich.
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frank691 schrieb:
Ich habe in meiner neuen Praxis nicht einmal einen Telefonanschluss.
Das Glasfaser verläuft vor der Tür, aber die Stadtwerke schließen keine Einzelpersonen an, die Hausverwaltung lässt alle Altmieter über Kupfer laufen und da es für Gewerbe keine Pflicht gibt, bewegen sich auch Telekom und Eigentümer nicht.
Ich kann garnicht digitalisiert werden, das ist faktisch nicht möglich.
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ali schrieb:
@frank691 ??? Wieso kannst Du nicht über Kupfer telefonieren bzw. digitalisieren? Glasfaser isr hübsch, aber für eine digitale Physiopraxis nicht nötig.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Der Sparkassenbericht zeigt eindrucksvoll, wie die Entwicklung seit 2022 voranschreitet und welche Praxen in dem aktuellen Kontext profitieren/Schwierigkeiten haben.
Im Prinzip wissen wir seit Jahren, dass eine Praxisorganisation mit Papierplaner nicht mehr zeitgemäß ist. Trotzdem arbeiten noch 25% der Praxen so.
Wir wissen außerdem, wie nicht vertragskonformes Verhalten der Branche aber insbesondere der Praxisorganisation schadet. Seit die Kassen hier mehr Druck machen, sinkt auch die Marge.
Zusätzlich wird immer noch sehr viel Leistung an die Krankenkassen in Form von 20/25/30 min Arbeitstakt verschenkt.
Sehr viel Probleme sind hausgemacht und haben nichts mit der Blankoverordnung o.ä. zu tun.
Das nun entstehende Problem entfaltet sein Sprengkraft durch die Geschwindigkeit, mit der der Prozess ablaufen wird.
Viele Praxen werden vor die Wand fahren, weil sie in den vergangenen Jahren den nachlassenden Druck nicht zu Reformen genutzt haben.
Wir sehen seit 2 Jahren einen deutlichen Verfall bei den Praxiswerten und dem Erlös beim Verkauf der Praxis.
Das war schon vor der Ankündigung der Gesundheitsreform ein Warnsignal.
In Westfalen-Lippe und Hessen brauchen die Regionalbarone der KV auf jeden Fall um ihre regelmäßige Wiederwahl nicht bangen. Bekanntermaßen erscheinen zur Jahreshauptversammlung der KV nur jene Ärzte, denen die Einnahmen aus ihren Praxen wichtiger sind, als das Wohlergehen ihrer Patienten. Der überwiegende Teil der niedergelassenen Ärzte haßt die KV abgrundtief, da sie für den überwiegenden Teil des negativen Stresses verantwortlich ist, mit dem sie sich neben der Versorgung ihrer Patienten permanent rumschlagen müssen. Ärzte, die wenig bis nichts verordnen, sind vor jeder Regressgefahr sicher. Mit dem ständigen Schüren von Regreßängsten durch gezielte Verbreitung von Lügen, Falschmeldungen, Desinformationen, Gerüchten und Spekulationen haben es die KV-Barone von Westfalen-Lippe und Hessen immer wieder geschafft, die Ärzteschaft in ihrem Sinne zu manipulieren. Auf der JHV können sich diese KV-Barone dann als Wahlkampfargument für ihre Bestätigung im Amt immer wieder selbst auf die Schulter klopfen und darauf hinweisen, wie viel Geld sie den niedergelassenen Ärzten durch ihre "Informationskampagnen" in die Taschen gerettet haben. Das dies vor allem zulasten der Patienten geht, ist diesen Medizinbürokraten völlig egal, denn an den Meineid, den sie nach Abschluss ihres Studiums abgelegt haben, können sie sich ohnehin nicht mehr erinnern.
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UW schrieb:
Der Schwalbacher Kollege ehat sowas von Recht!!
Anders als in den neuen Bundesländern haben die Patienten einfach mehr Kohle für Gesundheit übrig und den Physio´s ist es sicher recht eher Privatpatienten zu kriegen. Da gibt es keine Abrechnungsprobleme durch die Kassen. Vielleicht ließe sich so erklären warum Sachsen mehr Kassenleistungen nutzen MÜSSEN. Und NRW auch anders KANN... Die Zahlen der Privatzahler taucht doch nicht unbedingt bei der Sparkasse auf, oder?
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MT Osteo schrieb:
Mich würde es sehr interessieren, wie viele NRW Patienten dann halt auf Selbstzahlerleistungen ausweichen, wenn die Ärzte so wenig verschreiben.
Anders als in den neuen Bundesländern haben die Patienten einfach mehr Kohle für Gesundheit übrig und den Physio´s ist es sicher recht eher Privatpatienten zu kriegen. Da gibt es keine Abrechnungsprobleme durch die Kassen. Vielleicht ließe sich so erklären warum Sachsen mehr Kassenleistungen nutzen MÜSSEN. Und NRW auch anders KANN... Die Zahlen der Privatzahler taucht doch nicht unbedingt bei der Sparkasse auf, oder?
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MikeL schrieb:
Ich kann nicht verstehen, dass sich der Autor über die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern wundert. Würde er hier regelmäßig in den Beiträgen mitlesen, wüßte er, dass gerade in Westfalen Lippe und in Hessen traditionell von der Kassenärztlichen Vereinigung MASSIVST Druck auf die niedergelassenen Ärzte bis hin zu Psychoterror ausgeübt wird, um deren Bereitschaft, GKV-Versicherten die notwendigen Heilmittelverordnungen auszustellen, nachhaltig zu hintertreiben.
In Westfalen-Lippe und Hessen brauchen die Regionalbarone der KV auf jeden Fall um ihre regelmäßige Wiederwahl nicht bangen. Bekanntermaßen erscheinen zur Jahreshauptversammlung der KV nur jene Ärzte, denen die Einnahmen aus ihren Praxen wichtiger sind, als das Wohlergehen ihrer Patienten. Der überwiegende Teil der niedergelassenen Ärzte haßt die KV abgrundtief, da sie für den überwiegenden Teil des negativen Stresses verantwortlich ist, mit dem sie sich neben der Versorgung ihrer Patienten permanent rumschlagen müssen. Ärzte, die wenig bis nichts verordnen, sind vor jeder Regressgefahr sicher. Mit dem ständigen Schüren von Regreßängsten durch gezielte Verbreitung von Lügen, Falschmeldungen, Desinformationen, Gerüchten und Spekulationen haben es die KV-Barone von Westfalen-Lippe und Hessen immer wieder geschafft, die Ärzteschaft in ihrem Sinne zu manipulieren. Auf der JHV können sich diese KV-Barone dann als Wahlkampfargument für ihre Bestätigung im Amt immer wieder selbst auf die Schulter klopfen und darauf hinweisen, wie viel Geld sie den niedergelassenen Ärzten durch ihre "Informationskampagnen" in die Taschen gerettet haben. Das dies vor allem zulasten der Patienten geht, ist diesen Medizinbürokraten völlig egal, denn an den Meineid, den sie nach Abschluss ihres Studiums abgelegt haben, können sie sich ohnehin nicht mehr erinnern.
Die gescholtenen kleineren Praxen, denen man versucht das Wasser abzudrehen, sind mir da viel lieber und sie arbeiten in der Regel medizinisch effektiver, weil eine bessere Behandlungskonstanz da ist und ich als Patientin von der Beziehung und dem Vertrauensverhältnis profitiere.
Das ist in der Logopädie ganz genauso inklusive der Kettenübernahme und der Großpraxen. Der Patient wird zur Ware und man ist auch noch stolz darauf. Es hat gute Gründe, warum Banker Banker sind und Therapeuten Therapeuten. (Übrigens haben wir in meinem Beruf zahlreiche Umsteiger gerade von Bankern, die den Zweitberuf damit begründen, endlich etwas Sinnvolles für Menschen tun zu wollen.)
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MikeL schrieb:
Sie sprechen mir aus der Seele. Auch wir haben in meiner Praxis permanent Patienten, die die Nase von den Großpraxen gestrichen voll haben. Mehr oder weniger alle beklagen permanenten Therapeutenwechsel, keine Dokumentation von Anamneseerhebung und Erstbefundung, so dass die nächsten fünf Therapeuten der 6er-Behandlungsserie alle immer wieder die gleichen Fragen stellen dürfen. Zertifikatsbehandlungen durch Berufsanfänger, aktive Therapie nur noch an Trainingsgeräten mit der Option einer späteren Mitgliedschaft, Übungeprogramme nicht nach individuellen Bedürfnissen, sondern aus einem digitalisierten Register primitivster Standard-Gymnastik, und, und, und.
medizinischen Versorgungs-
Zentren mit dem Titel
“Gewinnmaximierung vor
Hausbesuch?“
Zu finden im Wirtschaftsteil
mit interessanten Fakten einer Recherche von
Plusminus.
Es wird Zeit, dass die
Regierung da mal sehr genau
hin schaut und gegebenenfalls reguliert!
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Physiobalance schrieb:
Lest bitte mal den spannenden Artikel gestern auf Tagesschau.de zu den
medizinischen Versorgungs-
Zentren mit dem Titel
“Gewinnmaximierung vor
Hausbesuch?“
Zu finden im Wirtschaftsteil
mit interessanten Fakten einer Recherche von
Plusminus.
Es wird Zeit, dass die
Regierung da mal sehr genau
hin schaut und gegebenenfalls reguliert!
Aber das, was da gerade passiert, ist das Ergebnis jahrelanger Regulierung und kann nicht mit noch mehr Regulierung bekämpft werden.
Das Gleiche passiert doch jetzt auch bei uns. Die Bürokratie und die sonstigen Umstände machen den Betrieb zunehmend unrentabler, was die
Kettenbildung fördert.
Die Ketten sind rentabler, weil sie Prozesse automatisieren und sich auf bestimmte Therapien konzentrieren.
Es ist daher nicht zu fassen, dass politisch sehenden Auges die gleichen Fehler wie bei den Ärzten gemacht werden.
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Jens Uhlhorn schrieb:
@Physiobalance Natürlich geht die Rosinenpickerei nicht.
Aber das, was da gerade passiert, ist das Ergebnis jahrelanger Regulierung und kann nicht mit noch mehr Regulierung bekämpft werden.
Das Gleiche passiert doch jetzt auch bei uns. Die Bürokratie und die sonstigen Umstände machen den Betrieb zunehmend unrentabler, was die
Kettenbildung fördert.
Die Ketten sind rentabler, weil sie Prozesse automatisieren und sich auf bestimmte Therapien konzentrieren.
Es ist daher nicht zu fassen, dass politisch sehenden Auges die gleichen Fehler wie bei den Ärzten gemacht werden.
Stell dir folgenden Vertrag vor:
40 bis 50 Stundenwoche
7 Tage die Woche
0 Tage bezahlter Urlaub
Krank nicht erlaubt
Keine Sozialversicherungen
Kein Gehalt
Tada. Berufsbezeichnung: Hausfrau/-mann/-divers
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Unsichtbar schrieb:
Frauenberufe funktionieren auf dem Prinzip Ausbeutung. Das war schon immer so und wird auch so bleiben.
Stell dir folgenden Vertrag vor:
40 bis 50 Stundenwoche
7 Tage die Woche
0 Tage bezahlter Urlaub
Krank nicht erlaubt
Keine Sozialversicherungen
Kein Gehalt
Tada. Berufsbezeichnung: Hausfrau/-mann/-divers
Ich betreibe auch eine Einzelpraxis und werde kämpfen, dass die persönliche Therapiefreiheit im 30min Takt erhalten bleibt, denn dafür bin ich PT geworden!!! Allerdings merke ich auch persönlich, dies versteht die Bank nicht ich werde gefragt, ob ich voll arbeite...warum, bei 30min verdient man zahlenmäßig logisch weniger, als im 15min Takt, aber menschlich wesentlich mehr. Was wollen wir, Roborter sein oder Empathie und Menschlichkeit vertreten...noch lebt die nicht Internetgeneration...und im übrigen, nach fast 30 Jahren Selbstständigkeit bin ich mit Zettel und Stift schneller und Papierabrechnung und wesentlich günstiger, als mit der angeblich Bürokratieabbauenden Variante ab hoffentlich erst 2029 oder NIE. Wir arbeiten Menschen, nicht an....
Vielleicht sollte dies im Gesundheitswesen einfach mal bedacht werden! Selbst fahre ich schon in die Schweiz um effektive Therapie von PT und Arzt zu geniessen, denn bei 1h Terminen wird zu gehört und zielführend behandelt...dies würde ich mir als effektive Gesundheitsreform in D wünschen!
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sandra132 schrieb:
Ja, habe ich auch in den sog Grosspraxen erlebt, als Patient.
Ich betreibe auch eine Einzelpraxis und werde kämpfen, dass die persönliche Therapiefreiheit im 30min Takt erhalten bleibt, denn dafür bin ich PT geworden!!! Allerdings merke ich auch persönlich, dies versteht die Bank nicht ich werde gefragt, ob ich voll arbeite...warum, bei 30min verdient man zahlenmäßig logisch weniger, als im 15min Takt, aber menschlich wesentlich mehr. Was wollen wir, Roborter sein oder Empathie und Menschlichkeit vertreten...noch lebt die nicht Internetgeneration...und im übrigen, nach fast 30 Jahren Selbstständigkeit bin ich mit Zettel und Stift schneller und Papierabrechnung und wesentlich günstiger, als mit der angeblich Bürokratieabbauenden Variante ab hoffentlich erst 2029 oder NIE. Wir arbeiten Menschen, nicht an....
Vielleicht sollte dies im Gesundheitswesen einfach mal bedacht werden! Selbst fahre ich schon in die Schweiz um effektive Therapie von PT und Arzt zu geniessen, denn bei 1h Terminen wird zu gehört und zielführend behandelt...dies würde ich mir als effektive Gesundheitsreform in D wünschen!
- in einem personell unterbesetzten Markt jede verschenkte Minute für den einen Patienten dem anderen nicht gewidmet werden kann
- Du im Grunde Verrat an unserem Berufsstand betreibst, da unsere Vergütung nunmal an der Behandlungszeit gemessen wird. Wenn Therapeuten wie Du wertvolle Therapiezeit verschenken, dann führst Du sämtliche Verhandlungen, Demonstrationen usw. für eine bessere Vergütung ad absurdum
- Wenn also Therapiezeit verschenkt wird, dann braucht es ja auch keine großen Vergütungserhöhungen mehr, was den Beruf in Zukunft noch wettbewerbsuntauglicher macht und potentielle Interessenten abschreckt
Dann noch folgende Anmerkung: Die These, große Praxen arbeiten so schlecht, wie vor Allem MikeL, der zweifelsfrei ein großer unserer Zunft ist, betont, basiert eben auch auf anekdotischer Evidenz.
Wir kriegen im Umkehrschluss folgendes oft zu hören:
- Oh, bei Ihnen fällt ja nie was aus, da ja immer Vertretung im Urlaub oder bei Krankheit da ist. Bei der anderen Praxis musste ich schon öfters Rezepte abbrechen...
- Ui, welch moderne und gut ausgestattete Praxis Sie haben, bei den anderen gibt es das alles nicht, und schon gar nicht das (bei Kleinpraxen so verhasste) Folgeangebot für die Zeit nach der Verordnung. Spart der Kasse Geld und hält den Patienten fit...
- Ach, jeder Therapeut hat ein Tablet mit meinen Daten und bisherigen Verhandlungsverlauf? Toll, in den kleinen Praxen sind die so überlastet, dass sie noch nicht mal meinen Namen kennen?
- Ach, Sie können gleich unser ganzes Heim betreuen und die Pflege muss sich nicht mit 12 Praxen auseinandersetzen sondern hat immer einen Ansprechpartner? Top...
Ich könnte das ewig so fortführen, dennoch halte ich kleine Praxen per se nicht für schlechter als uns große, halt nur gelegentlich für etwas profilneurotischer, was das Miteinander mitunter erschwert...
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Dorsovolar schrieb:
@sandra132 Ich werde leider nicht müde zu betonen, dass Deine Ideologie an den Bedürfnissen der Patienten vorbei geht. Warum? Weil:
- in einem personell unterbesetzten Markt jede verschenkte Minute für den einen Patienten dem anderen nicht gewidmet werden kann
- Du im Grunde Verrat an unserem Berufsstand betreibst, da unsere Vergütung nunmal an der Behandlungszeit gemessen wird. Wenn Therapeuten wie Du wertvolle Therapiezeit verschenken, dann führst Du sämtliche Verhandlungen, Demonstrationen usw. für eine bessere Vergütung ad absurdum
- Wenn also Therapiezeit verschenkt wird, dann braucht es ja auch keine großen Vergütungserhöhungen mehr, was den Beruf in Zukunft noch wettbewerbsuntauglicher macht und potentielle Interessenten abschreckt
Dann noch folgende Anmerkung: Die These, große Praxen arbeiten so schlecht, wie vor Allem MikeL, der zweifelsfrei ein großer unserer Zunft ist, betont, basiert eben auch auf anekdotischer Evidenz.
Wir kriegen im Umkehrschluss folgendes oft zu hören:
- Oh, bei Ihnen fällt ja nie was aus, da ja immer Vertretung im Urlaub oder bei Krankheit da ist. Bei der anderen Praxis musste ich schon öfters Rezepte abbrechen...
- Ui, welch moderne und gut ausgestattete Praxis Sie haben, bei den anderen gibt es das alles nicht, und schon gar nicht das (bei Kleinpraxen so verhasste) Folgeangebot für die Zeit nach der Verordnung. Spart der Kasse Geld und hält den Patienten fit...
- Ach, jeder Therapeut hat ein Tablet mit meinen Daten und bisherigen Verhandlungsverlauf? Toll, in den kleinen Praxen sind die so überlastet, dass sie noch nicht mal meinen Namen kennen?
- Ach, Sie können gleich unser ganzes Heim betreuen und die Pflege muss sich nicht mit 12 Praxen auseinandersetzen sondern hat immer einen Ansprechpartner? Top...
Ich könnte das ewig so fortführen, dennoch halte ich kleine Praxen per se nicht für schlechter als uns große, halt nur gelegentlich für etwas profilneurotischer, was das Miteinander mitunter erschwert...
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oliver wollwert schrieb:
@Unsichtbar da kommst du mit 40-50h/Woche aber nicht aus, eher 70-80h. Nachtdienst inklusive wenn ein Familienmitglied krank ist oder die Kinder klein
Ich empfinde es als deplatziert und im Umgang leider auch respektlos, wenn du Kolleginnen wiederholt unterstellst, sie hätten keine Berechtigung im 30 Minuten Takt zu arbeiten. Ja, sogar von Verrat an unserem Berufsstand, von verschenkter kostbarer Behandlungszeit, von ad absurdum Führen von Verhandlungszielen wie für bessere Vergütungen und von Profilneurosen schwadronierst du hier im Forum. - Warum nur?
Physiotherapeuten sind keine Akkord-Arbeiter, sondern arbeiten individuell und anspruchsvoll mit Patienten.
Deutschland hat bereits leider den Anschluss an den EU-Durchschnitt im Bezug auf Ausbildung/Studium verloren. Gleiches gilt für die Arbeitsbedingungen, welche zentral verantwortlich für die Berufsflucht hierzulande sind. So schafft sich die
Physiotherapie langsam selbst ab!
Ich plädiere unbedingt für den adäquaten Zeitrahmen unserer Arbeit: Diesen gilt es festzulegen, abhängig von Diagnose und Indikation wären 30, 45 oder 60 Minuten machbar und sinnvoll, bei angepasster Vergütung natürlich.
Längere Behandlungstermine generieren bessere und auch schnellere Ergebnisse, schonen die sehr wertvolle Ressource Therapeut/in und sind bereits fast überall im EU-Ausland üblich und gut etabliert. Hierzulande sind grundlegende Reformen und Neustrukturierungen längst überfällig. Um überhaupt noch junge Menschen für den Beruf zu gewinnen, müssen wir sie überzeugen, dass es sich lohnt, sowohl in fachlich qualitativer als auch in finanzieller Hinsicht dabei zu sein und auch zu bleiben.
Im 15 Minuten Takt wird das wohl kaum gelingen. Übrigens flüchten auch die Patienten aus solchen „Abfertigungen“, wie oben beschrieben.
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Physiobalance schrieb:
@Dorsovolar
Ich empfinde es als deplatziert und im Umgang leider auch respektlos, wenn du Kolleginnen wiederholt unterstellst, sie hätten keine Berechtigung im 30 Minuten Takt zu arbeiten. Ja, sogar von Verrat an unserem Berufsstand, von verschenkter kostbarer Behandlungszeit, von ad absurdum Führen von Verhandlungszielen wie für bessere Vergütungen und von Profilneurosen schwadronierst du hier im Forum. - Warum nur?
Physiotherapeuten sind keine Akkord-Arbeiter, sondern arbeiten individuell und anspruchsvoll mit Patienten.
Deutschland hat bereits leider den Anschluss an den EU-Durchschnitt im Bezug auf Ausbildung/Studium verloren. Gleiches gilt für die Arbeitsbedingungen, welche zentral verantwortlich für die Berufsflucht hierzulande sind. So schafft sich die
Physiotherapie langsam selbst ab!
Ich plädiere unbedingt für den adäquaten Zeitrahmen unserer Arbeit: Diesen gilt es festzulegen, abhängig von Diagnose und Indikation wären 30, 45 oder 60 Minuten machbar und sinnvoll, bei angepasster Vergütung natürlich.
Längere Behandlungstermine generieren bessere und auch schnellere Ergebnisse, schonen die sehr wertvolle Ressource Therapeut/in und sind bereits fast überall im EU-Ausland üblich und gut etabliert. Hierzulande sind grundlegende Reformen und Neustrukturierungen längst überfällig. Um überhaupt noch junge Menschen für den Beruf zu gewinnen, müssen wir sie überzeugen, dass es sich lohnt, sowohl in fachlich qualitativer als auch in finanzieller Hinsicht dabei zu sein und auch zu bleiben.
Im 15 Minuten Takt wird das wohl kaum gelingen. Übrigens flüchten auch die Patienten aus solchen „Abfertigungen“, wie oben beschrieben.
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Unsichtbar schrieb:
@Physiobalance Die Kassen bezahlen für KG/MT schon jetzt für bis zu 25 Minuten Therapiezeit, auf die die Therapeutin laut Vertrag flexibel zugreifen können muss. Wenn es von den Angestellten nicht eingefordert wird, selbst schuld.
Du schreibst davon wie es sein sollte, ich sage, wie es in der Realität leider ist. Das mag Dir nicht gefallen und despektierlich vorkommen, in Wahrheit aber muss man als Unternehmer die Gegebenheiten aufgreifen und damit arbeiten. Der Rest ist Wohlfahrt. So hart es klingt. Welcher Handwerker arbeitet eine Stunde, um sich 45 Minuten bezahlen zu lassen? Wenn Du einen kennst, immer her damit, gibt viel zu tun bei uns...
Patienten übrigens, die flüchten, sind nicht behandlungsbedürftig und dürfen gern Platz machen für die auf der Warteliste, die es dringend nötig haben...
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Dorsovolar schrieb:
@Physiobalance Ich gebe Dir in Hinblick auf was alles nötig ist ohne Einschränkung Recht, leider wirst Du aber, solange kostenfrei eine Dienstleistung zur Verfügung gestellt wird, keine Änderung erreichen können. Erst der Mangel löst marktwirtschaftliche Mechanismen in Deine Richtung aus.
Du schreibst davon wie es sein sollte, ich sage, wie es in der Realität leider ist. Das mag Dir nicht gefallen und despektierlich vorkommen, in Wahrheit aber muss man als Unternehmer die Gegebenheiten aufgreifen und damit arbeiten. Der Rest ist Wohlfahrt. So hart es klingt. Welcher Handwerker arbeitet eine Stunde, um sich 45 Minuten bezahlen zu lassen? Wenn Du einen kennst, immer her damit, gibt viel zu tun bei uns...
Patienten übrigens, die flüchten, sind nicht behandlungsbedürftig und dürfen gern Platz machen für die auf der Warteliste, die es dringend nötig haben...
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S. Vogt schrieb:
Leider habe ich in den beschriebenen '"lukrativen" größeren Praxen in den letzten 30 Jahren als Patientin nur schlechte Therapien erlebt: ständig wechselnde Behandlungszeiten, keine festen Therapeuten. So lässt sich der Termin- und Raumplan zu Lasten der Behandlungsqualität gut füllen. Jeder hat nach seinem Wissensstand irgendeine Behandlung durchgeführt. Therapeutisch absolut ineffektiv, ziel- und planlos, aber vermutlich wirtschaftlich interessant und auch schon lange digitalisiert. Diese Praxen habe ich alle schnellstmöglich verlassen.
Die gescholtenen kleineren Praxen, denen man versucht das Wasser abzudrehen, sind mir da viel lieber und sie arbeiten in der Regel medizinisch effektiver, weil eine bessere Behandlungskonstanz da ist und ich als Patientin von der Beziehung und dem Vertrauensverhältnis profitiere.
Das ist in der Logopädie ganz genauso inklusive der Kettenübernahme und der Großpraxen. Der Patient wird zur Ware und man ist auch noch stolz darauf. Es hat gute Gründe, warum Banker Banker sind und Therapeuten Therapeuten. (Übrigens haben wir in meinem Beruf zahlreiche Umsteiger gerade von Bankern, die den Zweitberuf damit begründen, endlich etwas Sinnvolles für Menschen tun zu wollen.)
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nicht alle hier sind bei Physio und bekommen mit, das es eine /bzw.merere Petitionen gibt...
Mit Kolegialen Grüßen
JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:
Hallo S. Vogt,
nicht alle hier sind bei Physio und bekommen mit, das es eine /bzw.merere Petitionen gibt...
Mit Kolegialen Grüßen
JürgenK ;)
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S. Vogt schrieb:
Wenn 187.000 PhysiotherapeutInnen ambulant arbeiten, frage ich mich, warum die Petition gegen die "Reform" bisher nur knapp 57.000 Stimmen hat, wovon ein guter Teil auch noch von PatientInnen stammt.
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marc525 schrieb:
Leider muss ich immer wieder feststellen wie es regionale Unterschiede gibt. Viele Praxen haben hier maximal 3 Therapeuten. Ich arbeite mittlerweile ganz alleine und es ist einfach viel besser geworden, Man hat einfach die volle Kontrolle.
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Physiobalance schrieb:
Es ist nicht die Aufgabe von Physiotherapeuten zu prüfen, ob diese Entwicklung des „Marktes“ in die richtige Richtung läuft. Wenn Rosinenpickerei, Wettbewerbsverzerrungen, Leistungsverweigerung trotz Versorgungsauftrag bei gleichzeitig hohem Fachkräfteverschleiss und dem erklärten Ziel, Gewinne zu optimieren sich etablieren sollte, dann muss die Regierung das sofort stoppen und für klare Regeln sorgen damit der Fokus wieder auf die Qualität der Versorgung kommt und eine Plünderung der Krankenkassen verhindert wird. Das hat die Regierung sogar im Koalitionsvertrag stehen.
hm.. und was ist das ZAR...???
MfG
JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:
Hallo Jürgen553,
hm.. und was ist das ZAR...???
MfG
JürgenK ;)
@ Dorsovolar Das glaube ich gern. Viele meiner PatientInnen, die auch Physiotherapie erhalten, wählen diese gerne nach solchen visuellen Features aus. Schick, modern. Ist immer jemand da. Wenn man dann - im interdisziplinären Interesse - genau nachfragt, was da denn eigentlich seit Jahren wie behandelt wird und mit welchem Ziel, wird es sehr still. Wenn halt die Professionalität am Tablet endet ......
Sicherlich kann man nicht alle größeren Praxen über einen Kamm scheren und das ist auch nicht meine Idee. Aber es wird, besonders mit meinen Oldies und chronisch Kranken, doch viel Geld gemacht, häufig mit Null bis geringem Effekt und vor allem: mit sehr wenig Eigeninitiative.
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S. Vogt schrieb:
ZAR ist eine Kette, die ambulante Reha anbietet.
@ Dorsovolar Das glaube ich gern. Viele meiner PatientInnen, die auch Physiotherapie erhalten, wählen diese gerne nach solchen visuellen Features aus. Schick, modern. Ist immer jemand da. Wenn man dann - im interdisziplinären Interesse - genau nachfragt, was da denn eigentlich seit Jahren wie behandelt wird und mit welchem Ziel, wird es sehr still. Wenn halt die Professionalität am Tablet endet ......
Sicherlich kann man nicht alle größeren Praxen über einen Kamm scheren und das ist auch nicht meine Idee. Aber es wird, besonders mit meinen Oldies und chronisch Kranken, doch viel Geld gemacht, häufig mit Null bis geringem Effekt und vor allem: mit sehr wenig Eigeninitiative.
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jürgen553 schrieb:
@JürgenK Zentrum für ambulante Rehabilitation Hauptsitz in Stuttgart
MfG
JürgenK ;)
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JürgenK schrieb:
@jürgen553 Danke, habe noch nie was davon gehört in meinen 65 jahren in der KG gehört ;)
MfG
JürgenK ;)
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jürgen553 schrieb:
Wenn zunehmend Investoren in den Markt eingreifen wird llar sein wohin die Reise geht: Gewinnmaximierung das ist vollkommen klar. Das muss auch den nächsten Generationen klar sein. Nicht mehr die Therapie steht zwingend im Vordergrund sondern was der oder die Einzelne erwirtschaftet. Sieht man jetzt auch schon. Das ZAR bei uns macht keine HB aber die anderen sollen losrennen. Ernüchternt: in welchen Frequenzen die Patienten in Senioreneinrichtungen abgewickelt werden ist teilweise unfassbar. Schauen wir wo es hingehen wird . Die nachfolgenden Kollegen/innen entscheiden es mit.
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