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Langfristig - mehr oder weniger?
Kassenärzte bewerten langfristigen Heilmittelbedarf.
31.05.2014 • 0 Kommentare

Fast ein und ein halbes Jahr lang schon können die bundesdeutschen Kassenärzte ihren schwer chronisch kranken Patienten langfristigen Heilmittelbedarf attestieren. Eine spezielle Diagnoseliste gibt dem verordnenden Arzt Auskunft, welche seiner Patienten für das Verfahren in Frage kommen. Viele Krankenkassen verzichten auf die Genehmigung der ärztlichen Entscheidung - ein Glücksfall für die betroffenen Kranken. Die Liste mit den Diagnosen ist einstmals am grünen Tisch entstanden. Ob die Zusammenstellung dem tatsächlichen Versorgungsbedarf entspricht, kann nur die Alltagspraxis zeigen. Deshalb hatten die Vertragspartner, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vereinbart, die Liste einmal jährlich in den Fokus der Betrachtung zu rücken und bei Bedarf zu verändern.

Um mit verlässlichen Daten in die Diskussion mit der GKV gehen zu können, hat die KBV jetzt mit einer Befragung der niedergelassenen Ärzte begonnen. Im Fortbildungsportal der KBV können die Doktoren die aktuellen Regelungen bewerten und Verbesserungsvorschläge äußern. Ist die Diagnoseliste ausreichend oder sollten vielleicht weitere Diagnosen aufgenommen werden, wird beispielsweise gefragt. "Ziel ist ein möglichst flächendeckendes und umfassendes Ergebnis", heißt es in einer Erklärung der KBV.

Nur Vertragsärzte dürfen sich an der Befragung beteiligen. Teilnehmer müssen ihre Arztnummer, Name und E-Mail-Adresse angeben. Gleichwohl erfolgt die Befragung anonym. Keine Daten werden gespeichert. Sie dienen nur dazu, den Status "Kassenarzt" zu verifizieren.



Peter Appuhn
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