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Studie in England unterstützt DA
Patienten profitieren vom Direktzugang
Studie in Großbritannien zeigt gute Zwischenergebnisse.
12.06.2019 • 0 Kommentare

Sollen Physiotherapeuten selbst die Verantwortung für die von ihnen eingesetzten Therapien tragen dürfen? Diese Frage bewegt die verschiedenen Berufsverbände Deutschlands immer wieder. Während sich viele Physiotherapeuten den Direktzugang ohne den Umweg über den Arzt wünschen, lehnt ein Großteil der Ärzteverbände ihn ab.

In Großbritannien wurde nun in einer landesweiten Studie der Direktzugang untersucht – mit einem positiven Zwischenergebnis. Wie die „Chartered Society of Physiotherapy“ (CSP), ein dortiger Berufsverband für Physiotherapeuten, berichtet, verbesserten sich im Untersuchungszeitraum von zwei Jahren sowohl die Patientenzufriedenheit als auch die Therapieergebnisse. Dies zeigte sich an einer geringeren Rate an Überweisungen von Patienten mit muskuloskelettalen Problemen an Orthopäden, weniger Bluttests und der Verschreibung von weniger Arzneimitteln.

In der Studie wird auch untersucht, ob Ärzte durch den Direktzugang eine geringere Arbeitsbelastung haben und ob dadurch die Therapierpfade einheitlicher werden. Bei der Untersuchung der im Rahmen der Studie ausgegebenen Fragebögen zeigten sich bisher fast alle Befragten mit der Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhausärzten zufrieden.

Für die Studie arbeitet der Physio-Berufsverband mit verschiedenen anderen Institutionen und Organisationen des staatlichen britischen Gesundheitssytems „National Health Service“ (NHS) zusammen. „Diese Zwischenergebnisse sind sehr ermutigend und spiegeln die Ergebnisse aus Modellstudien in Schottland, Wales und Nordirland wider“, bewertet Ruth Cove vom Berufsverband CSP die Ergebnisse. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit muskuloskelettalen Problemen durch den Direktzugang die richtige Versorgung zur richtigen Zeit erhielten.

Stephanie Hügler / physio.de

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