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Schlechte Schüler hören oft nur schlecht
11.03.2000 • 0 Kommentare

Wenn ein Kind in der Schule rapide in den Leistungen nachlässt, kann das unter Umständen an einer Hörstörung liegen. Die Erklärungen des Lehrers stoßen nach einem Bericht der Fachzeitschrift «Ärztliche Praxis» im Sinne des Wortes auf «taube Ohren». Das Problem: Hörgestörte Kinder machen auf ihr Problem nur in den seltensten Fällen aufmerksam, weil sie selbst nicht wissen, dass ihr Gehör nicht (mehr) richtig funktioniert.


Ein häufiger Grund für schlechtes Hören ist nach Angaben von Prof. Peter Plath eine verschleppte oder ungenügend behandelte Mittelohrentzündung. Entzündungsbedingte chronische Ohr-Ergüsse (Paukenhöhlen-Ergüsse) verschlechtern das Hörvermögen um rund 30 Prozent. Wie sich das «anhört», erfährt der Gesunde, wenn er sich die Ohren zuhält. Kinder, die Höreinbußen dieser Größenordnung erleiden, hinken in der Sprachentwicklung hinterher und leisten in der Schule weniger, als ihre Intelligenz erwarten ließe.


Problematisch ist auch äußere Gewalteinwirkung. Bei Schlägen auf das Ohr drohen Innenohr-Läsionen, Trommelfell-Verletzungen sowie Frakturen der Gehörknöchelchen. Oft unerkannt bleiben unfallbedingte Hörstörungen, weil andere Verletzungen im Vordergrund stehen. Plath rät, nach jedem Schädeltrauma Hör- und Gleichgewichtssinn zu prüfen.


Quelle: Köln (ADN)

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