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Parkinson: Schriftbild verbessern durch Ergotherapie
Schriftbild verbessern bei Parkinson
Ergotherapeutin untersucht die Wirkung des Cue-gestützten-Schreibtrainings bei Parkinsonpatienten.
30.01.2017 • 0 Kommentare

In der Zeitschrift ergopraxis stellte die Ergotherapeutin Wiebke Sporrer die Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor. Darin untersuchte sie die die Wirkung eines speziellen Schreibtrainings bei Patienten mit Morbus Parkinson.

Eines der Frühsymptome bei Parkinson-Patienten ist die Mikrographie. Durch die zunehmende Verkrampfung der Handmuskulatur kommt es zu einer Beeinträchtigung der feinmotorischen Bewegungen beim Schreiben und folglich zu einer Verkleinerung des Schriftbildes.

Beim Cue-gestützten-Schreibtraining üben die Patienten das Schreiben auf speziell liniertem Papier. Dadurch bekommen sie eine direkte visuelle Rückmeldung über das Ausmaß der durchgeführten Handbewegungen.

Die Ergotherapeutin untersuchte die Wirkung von drei wöchentlichen Sitzungen (á 30 Minuten) des Trainings bei Patienten einer neurologischen Reha in München. Bereits nach einer Behandlungseinheit vergrößerte sich das Schriftbild der Patienten im Durchschnitt um 70%. Außerdem lockerte sich die Handmuskulatur und der Druck des Stiftes auf das Papier nahm ab. Bei einigen Patienten verlangsamte sich dadurch das Schreibtempo. Um den Therapieerfolg zu erhalten leitete Sporrer die Patienten zu einem Heimübungsprogramm an.

Die Therapeutin empfiehlt das Schreibtraining besonders für Patienten, bei denen die Verschlechterung der Schreibfähigkeit einen hohen Leidensdruck verursacht.

Ca.Hei. / physio.de

Quelle
W. Sporrer (2016). Groß und lesbar schreiben. Ergotherapeutisches Schreibtraining bei Morbus Parkinson, ergopraxis, 9 (11/12); S. 34-37.

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