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Impingement-Syndrom
Schulterbeschwerden ganzheitlich betrachten
Die Autoren von physiomeetsscience empfehlen eine biopsychosoziale Herangehensweise an das Schulterimpingement-Syndrom (SIS).
22.11.2018 • 0 Kommentare

Anfang November veröffentlichte die Online-Plattform physiomeetsscience die Ergebnisse einer Literaturrecherche zu Diagnostik und Behandlung des SIS. Dabei wurden die Aussagekraft von Bewegungstests, die Folgerichtigkeit von Testergebnissen und Therapieableitungen sowie die Wirksamkeit der angewendeten physiotherapeutischen Interventionen hinterfragt.

Die Recherche ergab, dass für die Aussagekraft der speziellen Schultertests keine ausreichenden Belege existieren. Außerdem gab es häufig keinen begründeten Zusammenhang zwischen den Testergebnissen und den angewendeten Behandlungstechniken.

Ferner erwies sich der Nachweis der Wirksamkeit der verschiedenen Interventionen als schwierig, da die Probandengruppen in den gefundenen Studien meist sehr heterogen waren. Trotzdem gab es Belege für eine Überlegenheit von Trainingstherapie gegenüber Placebo- und Ultraschallbehandlungen bei der Behandlung des SIS.

Auf Basis ihrer Ergebnisse empfehlen die Autoren die Behandlung von Schulterschmerzen weniger an pathologischen anatomischen Strukturen zu orientieren, sondern einen stärkeren Fokus auf biopsychosoziale Komponenten und Kontextfaktoren, wie z.B. den Lebensstil, zu legen. Diese Herangehensweise habe sich bereits bei Rückenschmerzen bewährt und solle auch bei der Behandlung von Schulterbeschwerden mehr Berücksichtigung finden.

Weitere Einzelheiten zur erwähnten Recherche finden Sie hier.

Catrin Heinbokel / physio.de

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Impingement-SyndromSchulterStudieTherapiePMS


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