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Sozialversicherung fehlen vier Milliarden Euro
GKV-Defizit eine Milliarde.
18.01.2014 • 0 Kommentare

Die Sozialversicherung lebte in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres über ihre Verhältnisse. Mit vier Milliarden Euro landete die soziale Absicherung der Bundesbürger im Minus. 2012 waren die Vorzeichen anders. Damals konnte ein Gewinn von 5,9 Millarden Euro ausgewiesen werden, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) gerade mitteilte. Zur Sozialversicherung gehören die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung, die Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung.

Gesamteinnahmen von 394,7 Milliarden Euro stehen Ausgaben von 398,6 Milliarden Euro gegenüber. Während die Einnahmen gerade einmal einen halben Prozentpunkt in die Höhe gingen, kletterten die Ausgaben um 3,1 Prozent.

Größter Posten der Sozialversicherung ist die allgemeine Rentenversicherung. 190,6 Milliarden (plus 0,3 Prozent) konnten die Versicherer als Einnahmen verbuchen. Ausgegeben haben sie 193,2 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent).

Zahlenkräftig mit einem Einnahmevolumen in Höhe von 145,7 Milliarden Euro (plus 1,5 Prozent) präsentierte sich auch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Mit 5,1 Prozent Zuwachs auf 146,8 Milliarden Euro bewegten sich die Ausgaben recht deutlich nach oben. Ursächlich könnte der Wegfall der Praxisgebühr zum Jahresanfang sein.

Die Bundesagentur für Arbeit musste den Wegfall der Unterstützung des Bundes verkraften. So sanken die Einnahmen um 7,.2 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben legten zu um 2,5 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro. Demnach bleibt ein Defizit von 0,7 Milliarden Euro.

Vergleichsweise klein scheint dagegen das Budget der Pflegeversicherung: 18,3 Milliarden Euro (plus 8,2 Prozent) waren es. Um sechs Prozent stiegen die Ausgaben auf 18,2 Millarden Euro.



Peter Appuhn
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