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Thüringen: Verhandlungen zu Arzneimittel-Budget 2000 gescheitert
19.09.2000 • 0 Kommentare

Die Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zum Arzneimittel-Budget für dieses Jahr sind gescheitert. Die Krankenkassen seien nicht bereit gewesen, ein neues Budget zu vereinbaren, sagte der Vorsitzende der KV Thüringen, Wolf-Rüdiger Rudat, am Dienstag in Weimar. Sie seien der Ansicht, dass das Anfang für 1999 vereinbarte Budget von 1,23 Milliarden Mark weiter gelte. Die KV fordere aber eine Erhöhung um 7,5 Prozent.

Um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, hat die KV Rudat zufolge das Landesschiedsamt angerufen. Er sei optimistisch, dass das Amt zugunsten der Kassenärzte entscheiden werde.

Mit der Weigerung, das Budget zu erhöhen, lassen die Krankenkassen nach Ansicht Rudats nicht nur die Ärzte, sondern auch die Patienten im Stich. Es sei offensichtlich, dass das Budget 1999 viel zu gering bestimmt worden sei. Wegen Überziehung des Budget könnten die 3.200 Kassenärzte im Freistaaat mit rund 55 Millionen Mark in Regress genommen werden. Das wären 17.000 Mark pro Mediziner. Nun müsse befürchtet werden, dass Ärzte aus Angst vor Regressforderungen ihren Patienten nicht mehr das verordnen, was notwendig wäre. Eine Budgeterweiterung sei auch notwendig, weil es für alte und neue Krankheitsbilder neue Behandlungsmöglichkeiten gebe. Außerdem würden die Patienten in Thüringen immer älter und behandlungsbedürftiger.

Quelle: ddp

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