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Knie: Meniskektomie
Unnötige Meniskusentfernung?
Meniskus-OP bei traumatischen und degenerativen Schädigungen gleichermaßen unwirksam
Die Wirksamkeit von arthroskopischen Eingriffen bei degenerativen Erkrankungen des Kniegelenks wurde in der Vergangenheit in vielen Studien widerlegt. Dabei wurden die Resultate beispielsweise mit Placeboeingriffen oder konservativen Behandlungsmethoden verglichen.
Eine Gruppe dänischer und schwedischer Wissenschaftler von der Universität in Odense (Dänemark) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer weiteren Studie zum Behandlungserfolg bei athroskopischen Teilresektionen des Meniskus im Kniegelenk. Dabei verglichen sie die Beschwerden von 397 Patienten (256 Patienten mit degenerativem Riss, Durchschnitt: 46,6 Jahre; 141 Patienten mit traumatischem Riss, Durchschnitt: 38,7 Jahre) nach dem operativen Eingriff mit miteinander.
Die Symptome und Funktionalität des betroffenen Gelenks wurden ein Jahr lang mithilfe der "Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS)" dokumentiert. Dabei werden Schmerzen, weitere Symptome, ADL und Sportfähigkeit, sowie die kniebezogene Lebensqualität ermittelt.
Bei beiden Patientengruppen konnte nach einem Jahr keine klinisch relevante Verbesserung bei einem der gemessenen Parameter festgestellt werden. Bei den verletzungsbedingt operierten Patienten gaben 48 Prozent an, mit der Kniefunktion unzufrieden zu sein. Bei den Patienten mit einer degenerativen Vorerkrankung waren es 37 Prozent.
Die Wissenschaftler um den Dänen Jonas Thorlund hinterfragen aufgrund der Resultate die Anwendung arthroskopischer Eingriffe bei traumatisch bedingten Meniskusrissen. Sie empfehlen die Operationsergebnisse auch bei diesen Meniskusschäden systematisch mit Placeboeingriffen und dem Einsatz von Bewegungstherapie zu vergleichen.
Ca.Hei. / physio.de
Weiterführende Literatur:
• Thorlund, J. B., Englund, M., Christensen, R., Nissen, N., Pihl, K., Jørgensen, U., ... & Lohmander, L. S. (2017). Patient reported outcomes in patients undergoing arthroscopic partial meniscectomy for traumatic or degenerative meniscal tears: comparative prospective cohort study. British Medical Journal. 356, j356.
Eine Gruppe dänischer und schwedischer Wissenschaftler von der Universität in Odense (Dänemark) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer weiteren Studie zum Behandlungserfolg bei athroskopischen Teilresektionen des Meniskus im Kniegelenk. Dabei verglichen sie die Beschwerden von 397 Patienten (256 Patienten mit degenerativem Riss, Durchschnitt: 46,6 Jahre; 141 Patienten mit traumatischem Riss, Durchschnitt: 38,7 Jahre) nach dem operativen Eingriff mit miteinander.
Die Symptome und Funktionalität des betroffenen Gelenks wurden ein Jahr lang mithilfe der "Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS)" dokumentiert. Dabei werden Schmerzen, weitere Symptome, ADL und Sportfähigkeit, sowie die kniebezogene Lebensqualität ermittelt.
Bei beiden Patientengruppen konnte nach einem Jahr keine klinisch relevante Verbesserung bei einem der gemessenen Parameter festgestellt werden. Bei den verletzungsbedingt operierten Patienten gaben 48 Prozent an, mit der Kniefunktion unzufrieden zu sein. Bei den Patienten mit einer degenerativen Vorerkrankung waren es 37 Prozent.
Die Wissenschaftler um den Dänen Jonas Thorlund hinterfragen aufgrund der Resultate die Anwendung arthroskopischer Eingriffe bei traumatisch bedingten Meniskusrissen. Sie empfehlen die Operationsergebnisse auch bei diesen Meniskusschäden systematisch mit Placeboeingriffen und dem Einsatz von Bewegungstherapie zu vergleichen.
Ca.Hei. / physio.de
Weiterführende Literatur:
• Thorlund, J. B., Englund, M., Christensen, R., Nissen, N., Pihl, K., Jørgensen, U., ... & Lohmander, L. S. (2017). Patient reported outcomes in patients undergoing arthroscopic partial meniscectomy for traumatic or degenerative meniscal tears: comparative prospective cohort study. British Medical Journal. 356, j356.
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